Ich war an einem Sommertag mit dem Fahrrad auf Fotosafari, hatte ein paar Bilder von Pflanzen,
Tieren und Landschaften geschossen und war schon einige Stunden unterwegs gewesen, als ich gegen Ende meiner Tour einen Freund traf.
Ich zeigte ihm meine bisher geschossenen Fotos, er schaute mich an und sagte: „Die sehen wirklich gut aus. Deine Kamera macht echt gute Bilder.“
Dieser kurze Dialog war nur einer solcher Momente, denen ich entgegenwirken möchte.
Mein Kumpel hatte ja voll und ganz Recht.
Die teure Kamera war glücklicherweise auf das Fahrrad gestiegen,
fuhr ohne meine Hilfe mehrere Stunden lang durch den Wald und hielt verschwitzt an, wo das Licht besonders schön durch die Blätter fiel.
Sie entschied, dass in diesen Lichtverhältnissen eine kurze Belichtungszeit vonnöten war,
um mit weit geöffneter Blende eine tolle Unschärfe zu erreichen,
positionierte sich ganz allein und wählte selbstständig den richtigen Bildausschnitt,
um schlussendlich ihren eigenen Auslöser zu betätigen.
Wie glücklich sich doch jeder schätzen kann,
der eine so teure Kamera besitzt und diese für sich arbeiten lassen kann.
Mal im Ernst, eine teure Kamera mag zwar ihren Teil zu einem schönen Foto beitragen, aber wer sein Gerät nicht zu benutzen weiß, greift wohl doch besser zu einem günstigeren und leichteren Fotoapparat als zu einer teuren Systemkamera.
- (Fotogarafieren mit einer DSLR, Seite 4)
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